Veröffentlichungen

 

Hier können sie sich einen Artikel von Frank Beuster zum Thema Jungen herunterladen.
Erschienen ist der Artikel in der Fachzeitschrift "standpunkt: sozial - Heft 2/2003 "Männer, Väter, Jungen - kontrovers"
herausgegeben vom Hamburger Forum für Soziale Arbeit

ISSN 0937-5791

 

Informationsdienst Wissenschaft - idw - - Pressemitteilung
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, 20.11.2003

"Männer, Väter, Jungen - kontrovers"

Das neue Heft standpunkt: sozial - Hamburger Forum für Soziale Arbeit
aus dem Fachbereich Sozialpädagogik der HAW


Arbeitslosigkeit, Individualisierung und die Emanzipation der Frau haben
das herkömmliche Bild vom Mann als "starkem Geschlecht" immer
fragwürdiger werden lassen. Die Kluft zwischen alten Rollenklischees und
tatsächlicher Lebens- und Arbeitssituation verunsichert viele Männer in
ihrem Selbstverständnis. Wie gehen Männer damit um und wie kann die
Sozialarbeit bzw. Sozialpädagogik sie dabei unterstützen?

Unter dem Titel "Männer, Väter, Jungen - kontrovers" nimmt das neue Heft
von standpunkt: sozial - Hamburger Forum für Soziale Arbeit aus dem
Fachbereich Sozialpädagogik der HAW Hamburg hier eine Bestandaufnahme
vor und zeigt Wege aus der Krise auf. Systematisch ist das Heft in die
drei Themenbereiche die Identität Mann, die Vaterrolle und die Zeit des
Heranwachsens unterteilt.

Beispielsweise schreibt Jürgen Budde über "Dynamische Männlichkeiten".
Er greift damit die Sicht des australischen Männerforschers Robert W.
Connell auf, der konstruktivistisch von "Männlichkeiten", d.h. Weisen
des Mann-Seins spricht, die sich in einem Feld von Macht und Herrschaft
in einem beständigen Wandel befinden. Und über die Lebensweisen der
Schwulen in Abgrenzung zu vorgeformten Lebensweisen heterosexueller
Männer sowie über die schwule Infrastruktur in Hamburg berichtet Marc
Grenz vom Hamburger Schwulen Infoladen "Hein & Fiete".

Mit seinem Beitrag "Väter, diese unbekannten Wesen" führt Wolfgang
Hantel-Quitmann, Psychologe am Fachbereich Sozialpädagogik,
Familientherapeut und Vater, in das Thema "Väter" ein. Gisela Notz,
Soziologin an der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn, fragt anschließend
provokant: "Sind die 'neuen Väter' die alten Paschas? Oder stellen
Frauen ihre Ansprüche zu leicht zurück?"

Einen differenzierten Einstieg in das Thema Jungenarbeit, ihre
"Konzepte, Ziele, Arbeitsweisen" bietet Benedikt Sturzenhecker vom
Studiengang Sozialpädagogik der FH Kiel. Für ihn ist Jungenarbeit
angesichts der zunehmenden Schwierigkeiten für Jungen, eine
"selbstbestimmte und mitverantwortliche Geschlechtsidentität" zu
entwickeln, notwendiger denn je. Dass in der Jungenarbeit das Thema
sexuelle Orientierung bearbeitet und wie eine Aufgeschlossenheit
gegenüber einer "Pluralität von Lebensentwürfen" entwickelt werden kann,
vermittelt der praxisorientierte Beitrag des Jungenarbeiters Wolfgang
Weller.

Im umfangreichen Informations-Teil des Heftes geht es dann um die
Themen: Veränderte Bedingungen für die Ambulante Behindertenhilfe in
Hamburg, "Sinn und Unsinn stadtteilbezogener Ansätze Sozialer Arbeit"
und Beobachtungen an der Züricher Hochschule für Soziale Arbeit (HSSAZ).
Weitere Beiträge informieren über neue Aspekte der Aus- und Fortbildung
im Bereich der Sozialen Arbeit am Fachbereich Sozialpädagogik der HAW
Hamburg.

Das Heft umfasst 124 Seiten und kann für 7 Euro (inklusie 2 Euro
Versandkosten) bestellt werden bei: standpunkt : sozial, HAW Hamburg,
Fachbereich Sozialpädagogik, Saarlandstraße 30, 22303 Hamburg oder per
E-Mail:
dietrich.treber@sp.haw-hamburg.de